Studium

Foto: Rafael Heygster

Foto: Rafael Heygster

Willkommen im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie!

Unser Studiengang steht für einen in Deutschland einzigartigen Schwerpunkt im Bildjournalismus und der Dokumentarfotografie und zählt weltweit zu den bedeutendsten fotografischen Ausbildungsstätten. Innerhalb unseres Profils findest Du ein breites Spektrum an medialen Ausrichtungen, die es Dir ermöglichen, verschiedene visuelle Ausdrucksweisen kennenzulernen und so Deinen persönlichen fotografischen Weg zu finden. Unsere Auffassung des visuellen Journalismus und dokumentarischen Arbeitens ist sehr breit und reicht von fotografischen Essays, sozialdokumentarischen Reportagen, Porträtserien und persönlichen Langzeitprojekten bis hin zu Dokumentarfilmen, multimedialen Online-Formaten und dokumentarisch-künstlerischen Arbeiten.

Lust auf Fotografie und Visual Storytelling?

Wenn Du für die Fotografie brennst und lernen möchtest, Geschichten mit Bildern zu erzählen, dann bist Du bei uns genau richtig! Technisches Vorwissen ist für das Studium nicht zwingend erforderlich. Engagement und Kreativität, Solidarität, Mut, Teamfähigkeit, Leidenschaft für die Fotografie und den Journalismus sowie ein Interesse an politischen, ökologischen und sozialen Themen schon eher.

Die Projekte, die in Hannover entstehen, haben den Anspruch inhaltlich relevant zu sein und einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten. Sie zeichnen sich durch einen erzählenden Charakter aus und werden in Print- und Online-Publikationen oder in Ausstellungen und Fotobüchern veröffentlicht.

Dabei stehen immer der kreative Arbeitsprozess und die intensive persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema im Vordergrund. Weder das blinde Kopieren der Bildstrategien der Lehrenden noch das ausschließliche Funktionieren am Markt sind Ziele des Studiums. Zentral geht es um die Entwicklung Deiner eigenen Autor*innenschaft und fotografischen Persönlichkeit. In Hannover werden kritische, reflektierte und kompetente Bildexpert*innen ausgebildet.

Foto: Sebastian Dorbrietz

Intensives Lernen in der Gemeinschaft

Eine Stärke unseres Studiengangs liegt im offenen, kollegialen und intensiven Austausch innerhalb der Studierenden- und Lehrendenschaft. In den Seminaren lernen wir gemeinsam und pflegen eine ehrliche, faire und konstruktive Feedbackkultur. Wie unter Fotograf*innen üblich sind Studierende und Lehrende per Du. Jeder Jahrgang besteht aus 36 Studierenden. Die vergleichsweise geringe Anzahl an Studierenden bedeutet eine intensive persönliche Betreuung durch fünf Professor*innen, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, einen künstlerischen Mitarbeiter, zwei technische Angestellte, eine Studiengangskoordinatorin und eine Vielzahl von Lehrbeauftragten aus dem In- und Ausland. Unter den Studierenden entstehen über die Jahrgänge hinweg enge persönliche und spätere berufliche Bindungen, von denen Du Dein ganzes Leben lang profitieren wirst. Regelmäßig werden internationale Gäste eingeladen und es finden Exkursionen zu Fotofestivals, Symposien und zu internationalen Partnerinstitutionen statt.

Topausstattung

Unser Studiengang befindet sich in einem modernen Hochschulgebäude auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover. Die technische Ausstattung des Studiengangs ist hervorragend. Ein Fotostudio, S/W-Labor, moderne Computer-, Scan- und Druckräume sowie professionelle digitale und analoge Kameratechnik stehen zur Verfügung. Das gesamte Equipment kann ausgeliehen werden. Die ebenfalls auf der Expo Plaza gelegene Bibliothek der Hochschule ist mit aktuellen und klassischen Fotobüchern sowie mit Fachliteratur ausgezeichnet bestückt und wird stetig erweitert.

Internationalität und Diversität

Internationalität und Diversität sind für unseren Studiengang von zentraler Wichtigkeit. Jeder Mensch ist bei uns in Hannover willkommen und wir bieten gleiche Chancen für alle. Unterschiede in sexueller Orientierung, Gender-Identität, Religion, sozialer und kultureller Herkunft sehen wir als Stärken für unsere Gemeinschaft. Gerade weil uns bewusst ist, dass auch wir nicht frei sind von ansozialisierten Diskriminierungsformen, sehen wir es als unsere Aufgabe, uns stets zu hinterfragen, zu reflektieren und verschiedene Lebensrealitäten anzuerkennen. Wir setzen uns aktiv damit auseinander, wie Empowerment und Sichtbarkeit marginalisierter Gruppen in unserem Studiengang und im Fotojournalismus immer weiter verbessert werden können.

Fotojournalismus und Dokumentarfotografie funktionieren global. Seit 2017 gibt es eine  Internationale Klasse mit einem englischsprachigen Lehrprogramm, an dessen Kursen alle Studierenden teilnehmen können. Unser Studiengang verfügt über ein einzigartiges Netzwerk aus Partnerhochschulen im inner- und außereuropäischen Ausland. Dieses ermöglicht es unseren Studierenden, während eines Auslandssemesters nicht nur ein anderes Land, eine andere Kultur und andere Studierende kennenzulernen, sondern auch von der herausragenden Fotografieausbildung an einer anderen Hochschule zu profitieren. Um sich optimal auf die Tätigkeit im Ausland vorzubereiten, können die Studierenden Sprachkurse an der Hochschule Hannover besuchen. Auslandsaufenthalte können unter anderem durch das Erasmus-Programm oder Stipendien des DAAD finanziert werden.

LUMIX Festival für jungen Bildjournalismus

Alle zwei Jahre organisieren die Studierenden unseres Studiengangs mit Unterstützung von Panasonic und der Fotografenvereinigung FREELENS das international angesehene LUMIX Festival für jungen Bildjournalismus. Das Festival zeigt jungen visuellen Journalismus, der sich aktiv mit politischen, kulturellen, sozialen, ökologischen und technologischen Prozessen auseinandersetzt. An fünf Tagen im Juni finden sich rund 40.000 Besucher*innen aus aller Welt auf dem ehemaligen Expo-Gelände in Hannover ein, um sich mit aktuellen Positionen und Tendenzen des visuellen Journalismus auseinanderzusetzen. Neben einem umfangreichen Ausstellungsprogramm werden Fotograf*innen und Expert*innen aus aller Welt eingeladen, die mit Vorträgen, Mappensichtungen, Gesprächen und Diskussionsveranstaltungen die Besucher*innen begeistern. Unter unermüdlichem Einsatz einer Gemeinschaft Hannoveraner Studierender wird dieses weltweit einzigartige studentische Fotofestival alle zwei Jahre auf die Beine gestellt und bildet ein absolutes Highlight im Studienverlauf unserer Studierenden.

Forschung

Dem Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie geht es zentral um die Vorbereitung auf eine konkrete fotografische Berufspraxis. Dabei ist jedoch die theoretische Reflexion des eigenen Schaffens eine wesentliche Grundlage für den professionellen Umgang mit Fotografie und Bildmedien. Wir sind überzeugt, dass es angesichts der sich verändernden Bildkultur mehr denn je eine anspruchsvolle, selbstreflektierte Fotografie braucht. Daher liegt ein wesentlicher Fokus der Ausbildung auf der Vermittlung einer umfassenden Bildkompetenz – praktisch und theoretisch. Weitere Informationen zu unseren umfangreichen Forschungsaktivitäten und wissenschaftlichen Publikationen findest Du hier.

Foto: Tobias Eineder

Studienzeit

Das Bachelorstudium im Studiengang Fotojournalismus und Dokumentarfotografie hat eine Regelstudienzeit von acht Semestern. Teil des Studiums ist ein Praxissemester, das intensive Einblicke in mögliche zukünftige Tätigkeitsfelder bietet. Die Hochschule Hannover bietet darüber hinaus das dreisemestrige Masterstudium Design und Medien an.

Semestergebühren

In nur wenigen Ländern der Welt erhältst Du ein qualitativ derart hochwertiges und kostengünstiges Studium wie bei uns. Dennoch solltest Du die Finanzierung Deines Studiums gut planen. Der Semesterbeitrag beträgt aktuell 440 Euro, darin ist allerdings ein Semesterticket für den landesweiten öffentlichen Nahverkehr inklusive. Zudem musst Du mit 100 bis 150 Euro pro Monat für Material usw. rechnen. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du Dich schon vor dem Studienbeginn für ein Semesterbeitragsstipendium bewerben. Das Studentenwerk Hannover bietet eine persönliche BAföG-Beratung an und Du hast die Möglichkeit, Dich für Stipendien wie zum Beispiel das WIR/Deutschland Stipendium der Hochschule Hannover oder das Design/Gestaltung/Film Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes zu bewerben.

Praxiserfahrung sammeln

Fester Bestandteil des Studiums ist ein 19-wöchiges Pflichtpraktikum, das in der Regel im fünften Semester absolviert wird. Exklusive Praktikumspartnerschaften bestehen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Leipziger Volkszeitung sowie dem Weser-Kurier in Bremen, auch mit dem SPIEGEL und den Bildredaktionen von ZEIT, GEO und Stern gibt es regelmäßige Kooperationen. Hier absolvieren Studierende sechs Monate lang ein bezahltes Praktikum als Redaktionsfotograf*innen oder Bildredakteur*innen. Auch bei freien Fotograf*innen, Agenturen, Galerien oder Museen sind Praktika üblich.

Berufsaussichten

Die beruflichen Wege, die unsere Absolvent*innen einschlagen, sind äußerst individuell und vielfältig. Der größte Teil von ihnen arbeitet nach dem Studium freiberuflich als Fotograf*innen für Print- und Online-Medien, Firmen und kulturelle Institutionen. Gleichzeitig entstehen freie dokumentarische Langzeitprojekte, die mithilfe von Stipendien und Fördergeldern verwirklicht werden. Andere Absolvent*innen finden ihr Tätigkeitsfeld in Bildredaktionen, Verlagen, Archiven, Galerien, Stiftungen, Museen, Fernsehsendern, Videoproduktionsfirmen und Agenturen oder arbeiten in fotografievermittelnden Berufen.

Auszeichnungen

Studierende aus Hannover erhielten in der Vergangenheit bereits während ihres Studiums zahlreiche Auszeichnungen, darunter den World Press Photo Award, UNICEF Photo of the Year, Henri-Nannen-Preis, Leica Oskar Barnack Preis, CNN Journalist Award, New York Photo Award und College Photographer of the Year Award. Eine Auswahl an Arbeiten unserer Studierenden findest Du hier.

Lust aufs Studium?

Zur Bewerbung geht’s hier lang!

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